Eat the view: An edible terrace for the Kunstgewerbemuseum

Research output: Non-textual outputDesignResearch

Abstract

EAT the VIEW: Eine Stadtlandschaft säen
Als der Architekt Hans Scharoun um 1960 seinen Masterplan für ein Kulturforum im Zentrum des zerstörten Berlins vorlegte, sprach er von einer 'Stadtlandschaft' aus vielfältigen Gebäuden und Freiräumen: Offenheit, Kontraste und Widersprüche als “Gegenbilder zur überwundenen faschistischen Ordnung; Landschaftlichkeit als Metapher für Freiheit” (1), für neuartige Nutzungen und unterschiedliche Menschen. Ein Neubeginn.
Die West-Terrasse des Kunstgewerbemuseums ist ein kleiner Teil dieser Stadtlandschaft. Allerdings lud sie bisher nie zur Nutzung ein. Man könnte sogar sagen, dass viele Bereiche der Scharounschen Stadtlandschaft, so wie sie sich heute darstellt, nicht zur Nutzung einladen. Scharouns Stadtlandschaft war als “strukturelle Analogie zu den Elementen, Kräften und Gliederungen der Natur” gedacht: die Staatsbibliothek “wurde zum Bergrücken, der Kammermusiksaal zum Hügel [...] und die Potsdamer Straße zu einem Tal” (2). Das einzige, was dieser Vision fehlte, war “Natur“: Pflanzen und Tiere. Und Menschen.
EAT the VIEW ist zum einen ein Nutzgarten, der die vernachlässigte und vergessene West-Terrasse aufwertet und zu einem Ort macht, den man geniessen kann: Man kann von ihm essen, in ihm sitzen, ihn riechen und anfassen; man kann ihn auch einfach nur anschauen. Zum anderen aber ist EAT the VIEW ein Samenkorn: Von hier wird sich eine 'produktive Stadtlandschaft' (3) im gesamten Kulturforum entwickeln und neuartige Nutzungen und unterschiedliche Menschen mit sich bringen: ein Ort der Kontraste und Offenheit. Ein Neubeginn.
Katrin Bohn (Bohn&Viljoen Architects),Katharina Saur und Tom Zeller (TU Berlin, ProjektWerkstatt „Uni Gardening“), Lucas Hövelmann (TU Berlin, FG Landschaftsarchitektur.Freiraumplanung, Prof. Undine Giseke)
(1) http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/kulturforum/de/geschichte/1945_bis_1989/stadtlandschaft/index.shtml.
(2) https://www.preussischer-kulturbesitz.de/newsroom/dossiers-und-nachrichten/dossiers/dossier-kulturforum/unvollendet-die-vision-kulturforum.html.
(3) Um das Jahr 2000 begannen Bohn&Viljoen Architects das Konzept der 'Produktiven Stadtlandschaft' [CPUL Continuous Productive Urban Landscape] zu entwickeln. In dieser Vision werden in ausgewählten städtischen Bereichen Gemüse, Kräuter, Salate, Obst von StadtbauerInnen produziert.
Translated title of the contributionEat the view: An edible terrace for the Kunstgewerbemuseum
Original languageMultiple
Place of PublicationBerlin
Publication statusPublished - May 2018

Fingerprint

Berlin
Gardening
Warfare

Keywords

  • Building-integrated agriculture
  • Kulturforum
  • Edible rooftop garden
  • Productive urban landscape
  • Temporary installation

Cite this

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Eat the view : Eine Essbare Terrasse für das Kunstgewerbemuseum. Bohn, Katrin (Author/Creator). 2018. Berlin.

Research output: Non-textual outputDesignResearch

TY - ADVS

T1 - Eat the view

T2 - Eine Essbare Terrasse für das Kunstgewerbemuseum

AU - Bohn, Katrin

PY - 2018/5

Y1 - 2018/5

N2 - EAT the VIEW: Eine Stadtlandschaft säenAls der Architekt Hans Scharoun um 1960 seinen Masterplan für ein Kulturforum im Zentrum des zerstörten Berlins vorlegte, sprach er von einer 'Stadtlandschaft' aus vielfältigen Gebäuden und Freiräumen: Offenheit, Kontraste und Widersprüche als “Gegenbilder zur überwundenen faschistischen Ordnung; Landschaftlichkeit als Metapher für Freiheit” (1), für neuartige Nutzungen und unterschiedliche Menschen. Ein Neubeginn.Die West-Terrasse des Kunstgewerbemuseums ist ein kleiner Teil dieser Stadtlandschaft. Allerdings lud sie bisher nie zur Nutzung ein. Man könnte sogar sagen, dass viele Bereiche der Scharounschen Stadtlandschaft, so wie sie sich heute darstellt, nicht zur Nutzung einladen. Scharouns Stadtlandschaft war als “strukturelle Analogie zu den Elementen, Kräften und Gliederungen der Natur” gedacht: die Staatsbibliothek “wurde zum Bergrücken, der Kammermusiksaal zum Hügel [...] und die Potsdamer Straße zu einem Tal” (2). Das einzige, was dieser Vision fehlte, war “Natur“: Pflanzen und Tiere. Und Menschen.EAT the VIEW ist zum einen ein Nutzgarten, der die vernachlässigte und vergessene West-Terrasse aufwertet und zu einem Ort macht, den man geniessen kann: Man kann von ihm essen, in ihm sitzen, ihn riechen und anfassen; man kann ihn auch einfach nur anschauen. Zum anderen aber ist EAT the VIEW ein Samenkorn: Von hier wird sich eine 'produktive Stadtlandschaft' (3) im gesamten Kulturforum entwickeln und neuartige Nutzungen und unterschiedliche Menschen mit sich bringen: ein Ort der Kontraste und Offenheit. Ein Neubeginn.Katrin Bohn (Bohn&Viljoen Architects),Katharina Saur und Tom Zeller (TU Berlin, ProjektWerkstatt „Uni Gardening“), Lucas Hövelmann (TU Berlin, FG Landschaftsarchitektur.Freiraumplanung, Prof. Undine Giseke)(1) http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/kulturforum/de/geschichte/1945_bis_1989/stadtlandschaft/index.shtml.(2) https://www.preussischer-kulturbesitz.de/newsroom/dossiers-und-nachrichten/dossiers/dossier-kulturforum/unvollendet-die-vision-kulturforum.html.(3) Um das Jahr 2000 begannen Bohn&Viljoen Architects das Konzept der 'Produktiven Stadtlandschaft' [CPUL Continuous Productive Urban Landscape] zu entwickeln. In dieser Vision werden in ausgewählten städtischen Bereichen Gemüse, Kräuter, Salate, Obst von StadtbauerInnen produziert.

AB - EAT the VIEW: Eine Stadtlandschaft säenAls der Architekt Hans Scharoun um 1960 seinen Masterplan für ein Kulturforum im Zentrum des zerstörten Berlins vorlegte, sprach er von einer 'Stadtlandschaft' aus vielfältigen Gebäuden und Freiräumen: Offenheit, Kontraste und Widersprüche als “Gegenbilder zur überwundenen faschistischen Ordnung; Landschaftlichkeit als Metapher für Freiheit” (1), für neuartige Nutzungen und unterschiedliche Menschen. Ein Neubeginn.Die West-Terrasse des Kunstgewerbemuseums ist ein kleiner Teil dieser Stadtlandschaft. Allerdings lud sie bisher nie zur Nutzung ein. Man könnte sogar sagen, dass viele Bereiche der Scharounschen Stadtlandschaft, so wie sie sich heute darstellt, nicht zur Nutzung einladen. Scharouns Stadtlandschaft war als “strukturelle Analogie zu den Elementen, Kräften und Gliederungen der Natur” gedacht: die Staatsbibliothek “wurde zum Bergrücken, der Kammermusiksaal zum Hügel [...] und die Potsdamer Straße zu einem Tal” (2). Das einzige, was dieser Vision fehlte, war “Natur“: Pflanzen und Tiere. Und Menschen.EAT the VIEW ist zum einen ein Nutzgarten, der die vernachlässigte und vergessene West-Terrasse aufwertet und zu einem Ort macht, den man geniessen kann: Man kann von ihm essen, in ihm sitzen, ihn riechen und anfassen; man kann ihn auch einfach nur anschauen. Zum anderen aber ist EAT the VIEW ein Samenkorn: Von hier wird sich eine 'produktive Stadtlandschaft' (3) im gesamten Kulturforum entwickeln und neuartige Nutzungen und unterschiedliche Menschen mit sich bringen: ein Ort der Kontraste und Offenheit. Ein Neubeginn.Katrin Bohn (Bohn&Viljoen Architects),Katharina Saur und Tom Zeller (TU Berlin, ProjektWerkstatt „Uni Gardening“), Lucas Hövelmann (TU Berlin, FG Landschaftsarchitektur.Freiraumplanung, Prof. Undine Giseke)(1) http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/kulturforum/de/geschichte/1945_bis_1989/stadtlandschaft/index.shtml.(2) https://www.preussischer-kulturbesitz.de/newsroom/dossiers-und-nachrichten/dossiers/dossier-kulturforum/unvollendet-die-vision-kulturforum.html.(3) Um das Jahr 2000 begannen Bohn&Viljoen Architects das Konzept der 'Produktiven Stadtlandschaft' [CPUL Continuous Productive Urban Landscape] zu entwickeln. In dieser Vision werden in ausgewählten städtischen Bereichen Gemüse, Kräuter, Salate, Obst von StadtbauerInnen produziert.

KW - Building-integrated agriculture

KW - Kulturforum

KW - Edible rooftop garden

KW - Productive urban landscape

KW - Temporary installation

UR - https://www.smb.museum/en/exhibitions/detail/food-revolution-50.html

M3 - Design

CY - Berlin

ER -